Österreichische Röntgengesellschaft

Die Österreichische Gesellschaft für Medizinische Radiologie und Nuklearmedizin wurde zur Förderung der Medizinischen Radiologie und der verwandten Wissenschaften im Jahr 1923 gegründet. Es bestehen traditionell enge Verbindungen zur Medizinischen Physik, Nuklearmedizin und Radioonkologie. RadiologenInnen  beschäftigen sich mit dem Einsatz von bildgebenden Verfahren für Diagnostik und Therapie in allen Körperregionen. Dieses setzt eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen klinischen Fächern voraus.

Bildgebende Verfahren von kommen praktisch in jeder Phase onkologischer  Erkrankungen zum Einsatz. Mittels bildgebender Verfahren können okkulte Tumorerkrankungen lokalisiert werden. Tumore unklarer Dignität können mittels funktioneller Bildgebung klassifiziert werden. Falls keine sichere Aussage möglich ist, helfen bildgebende Verfahren eine perkutane  Biopsie sicher und atraumatisch durchzuführen. Ist die Diagnose eines malignen Tumors gestellt, werden bildgebende Verfahren eingesetzt, das Tumorstadium festzulegen, Therapieentscheidungen zu treffen, eine operative Therapie zu planen oder die Effizienz einer Chemotherapie zu überwachen.  Nach Beendigung der Therapie werden bildgebende Verfahren eingesetzt, um ein Tumorrezidiv zu erkennen oder Komplikationen der Therapie nachzuweisen.

Die Früherkennung von Mamma- und Brochialkarzinomen ist ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet von bildgebenden Verfahren. Während das Mammakarzinomscreening mittels Mammographie und Ultraschall ein etabliertes Verfahren ist, ist die Früherkennung des Bronchialkarzinoms mittels CT nur im Rahmen von Studien verfügbar.

Ein wichtige Rolle spielen bildgebende Verfahren auch bei der Behandlung und Palliation von Tumorerkrankungen. Der Verschluss tumorversorgender Arterien spielt zB ein wichtige Rolle bei der Behandlung des Leberzellkarzinoms. Mittels perkutan in den Tumor eingebrachter Nadeln kann Tumorgewebe durch Hitze, elektrischen Strom oder Laserenergie zerstört werden.  GAllengangsverschlüsse bei inoperablen Pankreas- oder Gallengangstumoren können mittels perkutaner Drainagetechnik behoben werden. Tumorschmerzen können durch perkutane Injektion von Lokalanästhetika oder Alkohol in autonome Nervengeflechte gelindert werden.

Das Fachgebiet Radiologie spielt  somit eine zentrale Rolle in der Erkennung und Behandlung von onkologischen Erkrankungen. Die Mitgliedschaft im Dachverband onkologisch tätiger Fachgesellschaft hat deshalb für die ÖRG einen hohen Stellenwert. Wir sind überzeugt, daß der Dachverband einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung der Onkologie in Österreich leisten wird.

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