Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

Die Plastische Chirurgie ist in Österreich eine eigenständige Fachdisziplin, die sich in allen Bundesländern mit moderner medizinischer Behandlung etabliert hat. Die Bezeichnung “Plastisch” beschreibt die chirurgischen Möglichkeiten, geschädigte und verunstaltete Körperteile wiederherzustellen, neu zu formen oder zu ersetzen. Diese Formveränderung, Schädigung oder Verunstaltung von Körperteilen kann angeboren oder durch Unfälle, Tumore und Erkrankungen bedingt sein. Es ist also die grundsätzliche Aufgabe der Plastischen Chirurgie, durch operative Eingriffe eine Wiederherstellung bzw. Verbesserung der Körperform oder gestörter Körperfunktionen zu erreichen.

Neben gutartigen Neubildungen wie Lipomen (Fettgeschwülste) stellen vor allem auch bösartige Tumore verschiedener Weichteilgewebe einen Schwerpunkt in der Tumorbehandlung der Plastischen Chirurgie dar. Häufig ist dabei eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen erforderlich, wobei die Plastische Chirurgie sich besonders auf die Wiederherstellung von Form und Funktion konzentriert. Dafür eignen sich Lappenplastiken, Nerventransplantate, oder der Plastische Chirurg nutzt die Möglichkeit des “freien Gewebetransfers” mittels mikrochirurgischer Technik. Dabei müssen kleine Blutgefäße des übertragenen Gewebeblockes wieder an den Körperkreislauf angeschlossen werden, um eine Durchblutung und Einheilung des transplantierten Gewebes zu ermöglichen. Bei sehr ausgedehnten Defekten nach einer Tumorresektion kann es notwendig werden, große, auch zusammengesetzte Gewebeblöcke, wie Haut und Unterhaut, kombiniert mit Muskel-, Knorpel-, Knochen- oder Schleimhautgewebe aus weiter entfernten Körperregionen zu übertragen.

www.plastischechirurgie.org